<<< Kurz vor Vollmond

Leinsamen, Brie, Schmalz und August

.... Bleib immer Gast, robust noch zwar, muss überstehen, noch Sommertier ...
Die Last August, so wie er war, hab’ ich auf meinen Knien - jetzt hier.
Da war’n die Mädels vor dem Pool, ein dicker Depp durft’ Champus bringen,
so lang er brachte lachten sie, gefickt wurd’ später mit den Dünnen ...

Da gab es Bauern auf dem Feld, die schwitzend ihre Ernte machten,
und Dichter, ohne Korn und Geld, die lamentierten und nicht lachten.
Hab lieb und kenn was ich getrieben, kann daher auch nichts Schlechtes sagen,
soll Gottfried Benn im „süd’sten“ Süden ruhig einsam am August verzagen!

Soll meinetwegen auch der Wind, zerknirscht an allen Höllen rühren.
Mir kann solang ein waches Kind, mit Stolz nen Leuchtwurm präsentieren.
Soll stehn gerührt, mit holhler Hand, den Leuchtwurm wiegen, Glück erfassen,
und hat es kurz dies Glück erkannt, dann woll’n wir’s wieder fliegen lassen!

September wird’s noch bunter färben, Verwesungsduft ist beigemischt.
Auch das kein Grund, nervös zu werden, ist niemand hier, der dem entwischt.
Bleib also Gast, erfreut, verrückt, bei bunter, kurzer Weil und klar.
Der Geist ist nicht das Gegenglück, er ist der Geist, wie geil, nicht wahr? ...

 

 

Zurück
Home