<<< Ich bin nackt, Cheffchen

Dings hat Aids

Lass’ mich ruhig stehen, und renn in den Wald.
Werd’ auch gleich gehen, neee, ich werd’ hier nicht alt –
eine Tussi tanzt’n Rap, und sie hält sich für wunderschön ...;
ist saudünn, und sie labert Scheiß,
hat auch’n abgefahrenes Tattoo am Steiß.
Ich denk an Claire, sie wird mich –  schätz ich –  nie verstehen.
Wenn du noch irgendetwas tun willst, dann beweg dein’ Arsch, mein Kleines, und tu’s.
Ist eh alles scheißegal hier also tanz, ich sing dem Satan ’nen Blues.

Meine Freunde sind besoffen, irre,
wie man’s auch dreht,
und so wie es scheint hat selbst der gute Wind sich verweht ...
Mach mir mein Leben nicht schwer, Schatz,
und: Dings hat Aids!

Meine Zunge schmeckt nach Teer, weiß Gott, ich bin hier verkehrt,
meine Füßen soll’n in’s Meer, ganz so wie sich’s gehört,
für ’ne Sekunde glaub ich fast: Ich hör schon so ein Wellengeräusch.
Hab keinen Cent in der Tasche und kein Haschisch zum Baun,
Jesus, ja, es wird echt Zeit hier endlich abzuhauen!
Sei stets ein Held, sagt mir ein Depp – na, wenn der sich mal damit nicht täuscht!
Wasch mir den Scheiß aus dem Hirn, verschenk den Hut, den Stock, und dann bin ich frei!
Bleibt mal schön sitzen meine Herren, denn ich geh einfach nur an euch vorbei!

Meine Freunde sind besoffen, irre,
wie man’s auch dreht,
und so wie es scheint hat selbst der gute Wind sich verweht ...
Mach mir mein Leben nicht schwer, Schatz,
und: Dings hat Aids!

Tja, ich bin wohl vor paar Jahren mal falsch abgebogen,
hab mir ’n bürgerliches Leben nett zurechtgelogen,
na ja, das kann ja mal passier’n, solange man die Kurve noch kriegt.
Bin eben Linkshänder, Mann, ja, was kann ich dafür,
mit der rechten, die ihr liebt, verschütt ich immer mein Bier ...
Mit ner Verliererhand, mein Junge, ich sag’s dir, hat noch niemand gesiegt!
Bin jetzt ständig verliebt, in jede nächstbeste Frau,
das wird dann sauber versiebt, kurz darauf, klar, das weiß ich genau ...

Meine Freunde sind besoffen, irre,
wie man’s auch dreht,
und so wie es scheint hat selbst der gute Wind sich verweht ...
Mach mir mein Leben nicht schwer, Schatz,
und: Dings hat Aids!

Bin manchmal ziemlich empfindlich, doch das ist einerlei,
manchmal fickst du deinen Buder, aus Verseh’n nebenbei,
’ne Sekunde in Angst – kann 1000 Jahre dauern und’nen Tag.
Dann bin ich manisch-depressiv, doch ich kriegs schon gebogen,
alle Wahrheit dieser Welt wurd’ eh zusammengelogen!
Bin verliebt in ein Mädel, das ich so überhaupt nicht mag!
Der Herr Hinz und die Tussi, die – werden’s schon sehen!
Ich hab Meerluft in der Nase und –  deshalb werd ich jetzt gehen.

Meine Freunde sind besoffen, irre,
wie man’s auch dreht,
und so wie es scheint hat selbst der gute Wind sich verweht ...
Mach mir mein Leben nicht schwer, Schatz,
und: Dings hat Aids!

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