<<< Teutonischer Memphis-Blues

Ich bin nackt, Chefchen!

Ich bin nackt, Chefchen!
Klar, das kannst du nicht verstehen.
Gießt mir Säure in die Wunde,
für ’nen Euro in der Stunde
und verdienst an mir glatt zehn.

Ich fühl den Tag, fühl die Nacht, bin unter meinem Dach ein Punk,
saß zu lang an deinem Tisch, genoss dein Gift, den Gestank!
Spürte Hass und Arroganz, wurd gemobbt für wenig Geld,
als sei selbstverständlicher nichts auf der Welt!

Ich bin nackt, Chefchen!
Klar, das kannst du nicht verstehen.
Gießt mir Säure in die Wunde,
für ’nen Euro in der Stunde
und verdienst an mir glatt zehn.

Bin krank, seit der Zeit, die ich mit dir vergeudet hab,
Hund! Du hast nur gelacht und dich an unserem Schmerz gelabt!
Hast mich auch nie gefragt, wie es mir geht, nach meiner Last.
War dir ja auch scheißegal, Hauptsache die Kasse passt!

Ich bin nackt, Chefchen!
Klar, das kannst du nicht verstehen.
Gießt mir Säure in die Wunde,
für ’nen Euro in der Stunde
und verdienst an mir glatt zehn.

Also Digger, mach es gut, die Zeit mit dir war mir ein Fest!
Hoff du findst ’nen anderen Deppen, der das mit sich machen lässt.
Ich geh wieder zu den Punks, zu den Irren und hab Ruh,
weißte irgendwie sind die, sehr viel normaler als du!

Ich bin nackt, Chefchen!
Klar, das kannst du nicht verstehen.
Gießt mir Säure in die Wunde,
für ’nen Euro in der Stunde
und verdienst an mir glatt zehn.

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